01.04.24 - Weiterfahrt nach Andorra - Land #88
Letzte Nacht hab ich nicht so gut geschlafen. Erst wars noch lange laut und dann hab ich ziemlich geschwitzt. Irgendein Idiot kam auf die glorreiche Idee, unter das Betttuch einen Matratzenschutz zu packen, der wohl einer Plastiktüte ähnelte. Mal ehrlich, wie viele Hostelbenutzer pullern denn nachts ins Bett, dass sich sowas lohnt?!? War nicht nur schwitzig, hat auch noch geraschelt, wenn man sich umgedreht hat.
Heute früh war ich dann um 7 wach, versuchte aber noch etwas
zu dösen. Dann las ich noch etwas. Gegen 9 stand ich auf, packte und stellte
meinen Rucksack unten ab. Dann lief ich ein bisschen durch die Straßen der
Unterstadt.
Das Wetter war super heute, strahlend blauer Himmel und nichts
los. Scheinbar ist heute auch in Frankreich noch Feiertag.
Das machte dafür auch die Futtersuche etwas schwerer und
schließlich kaufte ich mein Baguette eben in dem kleinen Supermarkt am Platz
und nicht beim Bäcker. Dazu wieder Frischkäse und Tomaten für die Fahrt und
etwas Obst.
Danach wollte ich einen Kaffee, aber natürlich in der Sonne. Das war nicht leicht, denn genau dort waren alle Restaurants noch geschlossen. So setzte ich mich erstmal so ein wenig in die Sonne.
Dann holte ich meinen
Rucksack – ich hatte etwas Angst, dass die wieder unerwartet zusperren würden –
und ging nochmal auf dem Hauptplatz. Jetzt hatte ich Glück und konnte ein
Plätzchen in der Sonne ergattern. Dazu gab es einen Café au lait (sicher ist
sicher) und ein Pan de Chocolate, dazu eine Runde Sudoku.
Gegen Viertel 12 lief ich dann so langsam in Richtung
Bahnhof, wo mein Zug um 11.52 Uhr nach Toulouse abfuhr. Somit war ich genau 23h
59min in Carcassonne. Hat genau gepasst 🤣
Der Zug war gerammelt voll, ich konnte aber immerhin eine
Stufe vor dem Gepäckfach für meinen Hintern ergattern. Die Fahrt dauerte aber
auch nur eine Stunde. In Toulouse hatte ich dann 45 Minuten Zeit bis mein Bus
fuhr. Ich setzte mich auf den Gehsteig vor dem Busbahnhof und futterte mein
Baguette, musste es allerdings gegen einige hungrige Tauben verteidigen (ich
teile nicht mit jedem).
Um dreiviertel 2 startete dann der Andbus, noch ziemlich
leer, aber am Flughafen füllte er sich. Ich hatte aber einen Doppelsitz. Ich
las etwas, dann döste ich eine Runde. Nach etwa zwei Stunden Fahrt wurde es
dann immer bergiger und die Straße kurviger.
Um von Frankreich nach Andorra zu reisen muss man über den
gut 2000m hohen Paso de la Casa. Dort befindet sich auch die Grenze und ich
reiste in mein Land Nummer 88 😉 Und direkt hinein in
den tiefsten Winter. Ganz Andorra scheint ein einziges Skigebiet zu sein, hier
sieht man portugiesische Autos mit Skier auf dem Dach, ist echt witzig.
Von Paso ging es dann quasi nur bergab, das wäre was mit dem
Fahrrad – one way natürlich! Es reiht sich ein Skiort an den nächsten und noch
recht weit runterwärts waren die Talabfahrten offen. Irgendwie hatte ich mir
schon etwas mehr Frühling hier erhofft. Viel machen kann man hier nämlich
nicht. Skifahren scheidet aus, mal sehen, wo und wie es sich wandern lässt (mit
Joggingschuhen)… Ansonsten ist Andorra nur bekannt für billigen Sprit,
Elektrogeräte und Duty Free Shopping. Und es ist das einzige Land, in dem Catalan die offizielle Amtssprache ist. Französisch und Spanisch kann aber wohl auch fast jeder.
Gegen halb 6 und damit 15 Minuten vor der Zeit kamen wir am
Busbahnhof an. Von dort war es eine knappe halbe Stunde zu Fuß zu meinem Hotel.
Ja, richtig, ich habe ein Hotel! Das kostet mit 29€ weniger als das Hostel
gestern!
Es war ganz schön frisch, definitiv unter 10 Grad, aber
immerhin schneefrei. Das Hotel liegt mitten im Zentrum in der Fußgängerzone.
Ich checkte ein und bezog mein kleines fast fensterloses Zimmer. Aber es ist
warm und ruhig. Ich checkte das echt gute Wifi (hier gibt’s keine Abkommen für
Handy-Internet), dann ging ich nochmal raus auf der Suche nach etwas Süßem.
Ich landete in einem kleinen Café mit ebenfalls sehr gutem Wifi, wo ich genau dasselbe bestellte wie heute früh. Zahlte aber nur 4€ dafür, 1,50€ weniger (für den Kaffee). Dort schrieb ich dann mal den Blog. Gegen halb 8 lief ich zurück zu meinem Hotel. Dort sitze ich jetzt unten im geschlossenen Restaurant-Bereich, wo ich hoffentlich nicht wie gestern rausgeschmissen werde. Mein Zimmer hat leider keinen Tisch oder Stuhl... Danach werde ich mal noch etwas recherchieren müssen, was ich hier so anstellen kann. Mal sehen...











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