31.08.24 - Ruta de las Flores

Heute Nacht hab ich nicht so gut geschlafen. Typisch gemütliches Hostel, die Matratze hat die besten Zeiten hinter sich und ich brauchte lange, um eine gute Bauchschläfer Position zu finden bzw. mit dem Kopfkissen zu bauen. Und das Betttuch war wieder so eines, das wärmt, sodass ich mal wieder mein Strandtuch missbraucht habe...
Um kurz vor sieben stand ich dann auf. Ich lieferte nochmal etwas Dreckwäsche an der Rezeption ab, so muss ich nicht stinkend heim fliegen 😂 Dann ging es einmal auf die andere Straßenseite, wo ich auf den Bus wartete, der mich zum Terminal bringen sollte. Blöd nur, dass ich das nicht als solches erkannt habe und erstmal vorbei gefahren bin... Also zu Fuß zurück und schon kam mir mein Bus nach Ahuachapán entgegen. 
Für genau 48ct brachte der mich eine Stunde weiter an den Startpunkt der Ruta de las Flores. Mit ordentlich Lärm, Beschallung aus den Lautsprechern, dauerndem Hupen und einem knatternden Auspuff.
Warum die Straße so heißt, weiß auch keiner so recht, Blumen gibt's nicht so viele. Dafür umso mehr Berge und Kurven, die Region liegt im Schnitt so auf 1500m Höhe. Mit einem anderen Bus fuhr ich dann zu meinem ersten Ziel, dem kleinen Örtchen Concepción de Atacó. Un Viertel zehn kam ich hier an. Ich hatte Hunger und Kaffeelust. 
Zwei Cafés hatte ich mir auf Google markiert, leider ein Reinfall. Das erste existierte nicht, das zweite zwar schon, aber das Obst war aus... 
Schließlich fand ich auch so noch was, auch wenn der Cappu nicht ganz so gut war. Dafür gab es Bowl.
Dass die den Tagesbedarf an Zucker decken kann, sieht man ihr nicht an. Aber der Joghurt darunter war mega süß und das Granola ebenfalls, etwas schade. Und warum da Pilze, Tomaten und Frischkäse dazu serviert werden, war mir auch nicht klar, vielleicht um den Zucker zu neutralisieren. Auf jeden Fall war ich satt und hatte doch endlich mal wieder ein paar Vitamine verdrückt. 
Gestärkt schlenderte ich eine Runde durch den echt hübschen kleinen Ort. Der steht ganz im Zeichen der Rekonstruktion, überall wird gebaut, die Straßen sind eine einzige Baustelle. 
Und es gibt überall wunderschöne Wandbilder. 
Von Ataco ging es dann mit dem Bus die Straße weiter nach Apaneca. Unterwegs gab es wieder das volle Verkaufsprogramm. 
Apaneca liegt gleich mal auf über 1700m und ist echt angenehm kühl. Wobei es heute dazu auch noch besonders grau war. Somit habe ich auch wenig von den Bergen rundherum gesehen. 
Apaneca fand ich jetzt nicht ganz so schön, dafür entdeckte ich ein super süßes Café und es ging in die Cappu-Runde 2
Irgendwie war ich auch schon wieder müde. War auch schon 12! Als ich mich dann wieder auf den Weg zur Bushaltestelle machte, begann es zu gewittern und zu regnen. Ich hatte noch Glück und es ging erst richtig los, als ich im Bus war. Und als ich in Juayua wieder ausstieg, war der Regen fast weg. Zumindest kurzzeitig. Auf den Straßen lief das Wasser in wahren Sturzbächen hinunter. Unter dem Regenschirm machte ich mich auf die Suche nach einem Plätzchen, um diesen Regen auszusitzen und fand dieses Mal das markierte Café. Es war nur noch ein Platz an der Theke frei, aber da es draußen schon wieder losging, war mir das egal. Kurze Zeit später konnte ich auch an einen Tisch umziehen. Kaffee hatte ich genug, deshalb gab es leckere Erdbeerlimo und Kuchen. Draußen regnete es abwechselnd wie aus Eimern und fast gar nicht. Irgendwann hörte es dann endlich auf und ich konnte eine Runde drehen. 

Der Ort steht für seinen riesigen Foodmarket am Wochenende und tatsächlich war alles voll mit Straßenständen und wasserfesten Sitzplätzen. Aber als Veggie braucht man das gar nicht versuchen, hier regiert das Fleisch!
Geöffnete Pupuserias gab's auch keine. Sehr seltsam. Ich endete beim Mexikaner, bei dem stand was von vegetarischen Taccos und die waren lecker und auch noch günstig. 
Satt machte ich mich auf die Suche nach einem Bus zurück nach Santa Ana. Es war kurz nach drei und ich erfuhr, der nächste direkte fährt erst in einer guten Stunde. Ich beschloss, außenrum über Sonsonate zu fahren. Böser Fehler... Erstmal dauerte es schon ewig bis wir überhaupt richtig los fuhren. Dann dachte ich, jetzt erkenne ich einen Busbahnhof und war dieses Mal 1,5km zu früh ausgestiegen... Als ich dann endlich dort war, fuhr ein voller Bus gerade los. Und bis sich der nächste dann endlich bewegte, war es dreiviertel fünf... Angeblich fährt der dann eine Stunde, es war halb sieben und finster, als wir endlich ankamen. Zum Glück fuhren von dort dann auch die Busse ins Zentrum und kurze Zeit später stieg ich einen Block von Hostel entfernt aus. 
Was für ein langer Tag! Ich holte meine saubere Wäsche und verstaute alles wieder im Rucksack. Jetzt sitze ich mit Moskitospray geschützt unten. Inzwischen ist es acht Uhr. Morgen lasse ich es etwas gemütlicher angehen, wollte zwar auf den Vulkan, aber das verschiebe ich auf Montag, das wird sonst echt stressig... Heißt morgen gibt es entweder einen Kratersee oder ein paar alte Steine oder auch beides, mal sehen...

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